Hommage an die Heimat
Literatur Werke des Heimatdichters Michel Eberhardt wirken fo
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Vom verbotenen Baum gegessen? Dann wird „des Soidaprüngla“ ganz schnell zum bitteren Sündenfall.
Mit dem ursprünglichen Rundfunkhörspiel „Adam ond Eva im Paradies“ begeisterte Reinhard Eberhardt, der Sohn des bekannten nordschwäbischen Heimatdichters Michel Eberhardt, schwungvoll und gestenreich beim Seniorennachmittag in der Tapfheimer Bücherei.
Eine Hommage an die eigene Heimat –seinem Kesseltal- nennt der Sohn die unzähligen Werke des Vaters. Ein großes Anliegen ist es ihm das literarische Erbe nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Michel Eberhardt (1913-1976) aus Zoltingen, der in seinem 100. Geburtsjahr vielerorts gewürdigt wird, schrieb wie er war: lebensnah und bodenständig. Seine zeitlosen Lebensweisheiten -meist in Mundart- die neben Tiefgründigkeit und Derbem immer wieder seinen Schalk durchblitzen lassen, spiegeln das Leben des Rieser Landvolkes wieder.
Zur Jahreszeit passend lässt er es an diesem Nachmittag in der Bücherei auch „lenza“. Doch nicht immer müssen Frühlingsgedichte romantisch sein. In „Die Eisheiligen und die kalte Sofie“ bläst der Dichter den „overschämta vier“ jedenfalls gehörig den Marsch: „Dass i dia Aposchtelgsellschaft und des Weibsbild nemme sig!“, sorgen für viele Lacher und bestätigenden Beifall.
Wie aus einem Guss wirken auch die heimatlichen Klänge am Akkordeon, mit denen Bürgermeister Karl Malz die Veranstaltung umrahmte.
Hinweise:
Am Samstag, 15. Juni um 19.30 Uhr findet im „Ochsenzwinger“ Nördlingen eine Gedächtnisfeier zum 100. Geburtstag von Michel Eberhardt statt.
Der Steinmeier Verlag, Nördlingen veröffentlicht zur Gedächtnisfeier ein „Michel-Eberhardt Lesebuch“.
Buchtipp:
Michel Eberhard, „Der alte Brunnen“, Gedichtband, Heimatverlag F. Steinmeier, Nördlingen ISBN 3-936363-01-3